Elbetour 2022 auf der Aldebaran startet mit HAW

Die Forschungsgruppe der HAW Hamburg ist dieses Jahr auf der Forschungsfahrt der Alderbaran „Elbetour 2022“ dabei.

Es werden unter anderem Proben für das Forschungsprojekt MOSES gesammelt. Diese werden genutzt um in den Sedimenten der Elbe  Mikroplastik und assoziierten Schadstoffen zu quantifizieren.

Mikroplastik (MP) kann verschiedene Umweltschadstoffe aus dem Wasser aufnehmen und anreichern. Dadurch gelangen neben den bereits in dem MP enthaltenen Schadstoffen wie Weichmachern noch neue schädliche Stoffe hinzu. Wir wollen die Stoffe untersuchen, die besonders gefährlich für die Umwelt sind, weil sie (1.) sehr langlebig (persistent) sind, sich (2.) in der Nahrungskette anreichern (bioakkumulieren) und (3.) toxisch sind. Hierfür werden wir einerseits Mikroplastikpartikel sammeln und andererseits mit Silikon als Vergleichsmaterial Experimente im Sediment durchführen. Wir wollen erforschen, wieviel Schadstoffe sich aus einem bestimmten Sediment der Elbe im Silikon anreichern. Dafür wird das Silikon in die Sedimentproben eingebracht. Haben wir diesen Messwert, so können wir ihn auf andere Kunststoff Sorten, wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) umrechnen. Das hat den Vorteil, dass wir nicht alles Mikroplastik aus dem Sediment sammeln müssen.  Da die Mikroplastikpartikel sehr klein sind, ist es sehr schwierig diese zu finden und die einzelnen Plastiksorten voneinander zu trennen. (Witt et al., 2009, 2013; Mayer et al., 2014; Gilbert et al., 2016).

Verantwortlich: M.Sc. Moritz Kielmann & Prof. Dr. Gesine Witt (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg)

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